Sprungbrett I - IV (2020)
Offensichtlich werden die Objekte durch das Aufhängen entfunktionalisiert und in einen neuen Kontext eingebettet. Die Entfunktionalisierung ist hier die kleine Geste, das Sprungbrett vom Boden an die Wand zu bringen. In dieser Geste sowie in der Auswahl und Ordnung der vier Gegenstände vollzieht sich die künstlerische Leistung. Bei der Auswahl ging es mir vor allem, um die Markierungen, an deren Stelle der effizienteste Absprung vorgenommen werden kann. In dem neuen Kontext sind es lediglich Drucke. Die Proportionen der Sprungbretter ähneln dem Format herkömmlicher Kunstdrucke oder -zeichnungen, was ebenfalls zu einer neuen Wahrnehmung der Objekte führt. In der seriellen Darstellung kann zwischen den Drucken ein Raum von Freiheit beobachtet werden, der sich lediglich im Unterschied vom Kreis zur Linie und schließlich zum leeren Brett ergibt. Die unterschiedlichen Ausführungen der Markierung, des gleich gemeinten, sind die schöpferische Freiheit, hinter der der Hersteller seinen Stil offenbart und in meiner künstlerischen Sprache spricht. Diese Sprache wird durch die Serie verständlich gemacht.