Jakob Weiß

project: SIGIKID 1

Sigikid (2017)

In der Arbeit sigikid wird mit den Melodien von Spieluhren drei verschiedener Stofftiere experimentiert. Die Kamera ist direkt auf das Hinterteil des Spielzeugs gerichtet und zeigt die Schnur, wie sie sich langsam in das Innere zieht. Durch den bewusst gewählten Bildausschnitt wird das Tier auf seine Funktion als Spieluhr reduziert. Der Ton wird hierdurch präsenter. Die Bilder sind nebeneinander geschnitten und tauchen scheinbar so willkürlich auf, wie sie wieder verschwinden. Für viele von uns sind Melodien von Spieluhren die ersten, die wir in unserem Leben hören. Ein Versuch Kinder an Melodien heranzuführen. Die Überforderung, die das Kind dabei erfährt, wird in dem Video durch das wilde Zerschneiden von Bild und Ton wieder greifbar. Nur an wenigen Stellen kann man den Melodien folgen, ehe sie sich kakophonisch unter die anderen mischen.




Sigikid (2017)

The work sigikid experiments with the melodies of music boxes of three different soft toys. The camera is pointed directly at the back of the toy and shows the string as it slowly winds its way inside. The deliberately chosen framing reduces the animal to its function as a music box. This makes the sound more present. The images are cut side by side and seem to appear as randomly as they disappear again. For many of us, the melodies of music boxes are the first we hear in our lives. An attempt to introduce children to melodies. The excessive demands that the child experiences are made tangible in the video by the wild cutting up of image and sound. The melodies can only be followed in a few places before they blend cacophonously with the others.