Sigikid (2017)
In der Arbeit sigikid wird mit den Melodien von Spieluhren drei verschiedener Stofftiere experimentiert. Die Kamera ist direkt auf das Hinterteil des Spielzeugs gerichtet und zeigt die Schnur, wie sie sich langsam in das Innere zieht. Durch den bewusst gewählten Bildausschnitt wird das Tier auf seine Funktion als Spieluhr reduziert. Der Ton wird hierdurch präsenter. Die Bilder sind nebeneinander geschnitten und tauchen scheinbar so willkürlich auf, wie sie wieder verschwinden. Für viele von uns sind Melodien von Spieluhren die ersten, die wir in unserem Leben hören. Ein Versuch Kinder an Melodien heranzuführen. Die Überforderung, die das Kind dabei erfährt, wird in dem Video durch das wilde Zerschneiden von Bild und Ton wieder greifbar. Nur an wenigen Stellen kann man den Melodien folgen, ehe sie sich kakophonisch unter die anderen mischen.